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Es lebe die Rebe

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Es lebe die Rebe


Die Geburt eines Kindes wurde in den Alpenregionen Südtirols nicht nur feuchtfröhlich mit Wein begossen wie dem Südtiroler St. Magdalener Muri-Gries, sondern auch mit Wein geehrt. So war es Brauch, eine Rebe für jedes neue Kind an die Hauswand zu pflanzen. Dies galt dem Schutz der Mauer.

Weinreben, aus denen später guter Südtiroler Pinot Grigio St. Pauls und Montepulciano D'Abruzzo gewonnen werden, verfügen über teif wachsende Wurzeln. Sie verhinden Feuchte im Gemäuer, weil sie diese schlicht wieder abziehen und sich von dort ihr Wasser holen.

Durch diese Sitte ist auch ein kleiner Wettbewerb um die älteste Hausrebe entstanden. Sie soll Südtiroler Weindorf Margreid liegen. Natürlich laut der Einwohner von Margreid. Wein wirkt halt seltsam auf die Gemüter und ihre Ansprüche. Neimand würde das älteste Korn nutzen, um Tiroler Walnussbrot und Südtiroler Vinschgauer zu backen. Wein tickt da anders.

Über 400 Jahre soll sie alt sein, glaubt man der Steininschrift neben der Hausrebe. Beim Schinken wäre dieses Alter weit davon entfernt, ihn noch "gut abgehangen" zu nennen. Auch der würzgier, gut durchgeräucherter Tiroler Knoblauchspeck, der neben seinem besonderen Geschmack auch mit langer Lagerfähigkeit glänzt, kommt nicht auf ein solch biblisches Alter. Vor allem, weil er so schnell weggegessen wird :)